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Isle of Dogs – Ataris Reise

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Beschreibung:
Ein japanischer Diktator lässt Hunde verbannen. Stilistisch und qualitativ nahtlos an das Werk Wes Andersons anschließender Stop-Motion-Film, in dem es um Flüchtlinge, Diskriminierung und Machtmissbrauch geht

In einem leicht futuristischen Japan, der Metropole Megasaki spielt die Geschichte, eine Stadt, die vom mächtigen Kobayashi-Clan beherrscht wird, der eine besondere Vorliebe für Katzen hat. Dementsprechend schwer haben es die Hunde, die zunehmend unter Diskriminierung leiden, aber auch an einer endemischen Hunde-Grippe, einem Problem, das Kobayashi mit einer extremen Entscheidung lösen will: Alle Hunde sollen ins Exil abgeschoben werden, auf eine Müllinsel, wo sie fortan ohne ihre menschlichen Herrchen existieren. Allein der 12jährige Atari will sich nicht damit abfinden, dass sein Hund Spots ins Exil geschickt wurde. Doch seine Rettungsaktion scheitert, bis er von einer Gruppe Hunden gefunden und quasi adoptiert wird. Doch während sich die meisten Hunde darüber freuen, endlich wieder einem Herrchen gehorchen zu dürfen, verweigert der Streuner Chief die Gefolgschaft. Er lehnt jegliche Unterwerfung unter die Menschen ab, was wiederum Atari überaus irritiert. In Megasaki schmiedet Kobayashi derweil finstere Pläne und plant, dem Hundeproblem endgültig Herr zu werden: Mittels Vernichtungslager.

Fast schon frivol mutet es an, wenn über solch einem Lager, ein leicht gerundetes, schmiedeeisernes Schild hängt, auf dem man „Welcome Dogs“ lesen kann, in unverkennbarer Anspielung an das „Arbeit macht frei“-Schild in deutschen Konzentrationslagern. Doch ehe man sich fragen kann, ob solch eine Anspielung vielleicht etwas schwierig ist, ist Regisseur Wes Anderson längst drei, vier Einfälle weiter, reißt der kaum zu Ruhe kommende Fluss von „Isle of Dogs“ weiter, weiter zu den nächsten fantastischen Bildern, vollgestopft mit Anspielungen an japanische Filme, die Popkultur, aber auch an die Großmeister der japanischen Animation von Hokusai bis Miyazaki. In einer Sichtung ist kaum zu erfassen, mit welchen Reichtum an Bildern und Verweisen Anderson die 100 Minuten seines Films gefüllt hat, die er in seinen typischen zentrierten Tableaus, mit Reißschwenks und Parallelfahrten inszeniert.
Text und Bild: Schauburg Karlsruhe

FSK:  Keine Angabe
Film-Länge: 101 Minuten

Vorführungen heute, am 22.05. in folgenden Kinos:

Schauburg (Karlsruhe)
Marienstraße 16
21:00
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